Was ist eine Pflegeimmobilie und wieso ist sie für Anleger interessant?

Was ist denn eigentlich eine Pflegeimmobilie, wie unterscheidet sie sich von einer Eigentumswohnung und warum weckt diese Form der Geldanlage immer mehr das Interesse von privaten Anlegern? Einfach ausgedrückt: Pflegeimmobilien sind Wohn- und Betreuungseinrichtungen für pflegebedürftige Menschen, in erster Linie Senioren, die auf Betreuungsangebote angewiesen sind. Dazu zählen Einrichtungen in denen die Bewohner:innen entweder rund um die Uhr (24/7) betreut werden oder weitgehend selbständig, aber dennoch auf Unterstützung im Alltag angewiesen sind. Einige Beispiele dafür wären stationäre Pflegeheime, betreutes Wohnen oder spezielle Wohngruppen.

 

Für Anleger ist die Pflegeimmobilie eine besondere Form von Investment, weil sie eine oder mehrere Einheiten einer Pflegeeinrichtung erwerben können, um sie dann an einen erfahrenen Betreiber zu vermieten. Dieser übernimmt die Vermietung der Einheiten, die laufende Instandhaltung im Gebäude und die Einhaltung wichtiger, gesetzlicher Vorgaben. Außer dass sie als sichere und profitable Investition gelten, sind Pflegeimmobilien auch ein Zeichen sozialer Verantwortung. Denn unsere Gesellschaft wird immer älter, und Senioren brauchen unsere Unterstützung. Das gilt insbesondere für eine zukunftssichere, modern ausgestattete Pflegeimmobilie, in der sie sich gut aufgehoben fühlen, während die Anleger gleichzeitig von langfristig stabilen Mieteinnahmen profitieren.

 

Pflegeimmobilien als zukunftssichere Kapitalanlage

Es ist nicht zu übersehen, dass der Pflegeimmobilienmarkt wächst. Dies ist die Folge des demografischen Wandels, der zeigt, dass unsere Gesellschaft immer älter wird. Immer mehr Menschen sind demnach auf professionelle Pflege angewiesen und dafür sind Pflegeeinrichtungen mit moderner, seniorengerechter Ausstattung unerlässlich.

Schon heute gibt es in vielen Regionen einen Mangel an Pflegeplätzen, und Neubauten können diese Lücke nur langsam schließen. Für Investoren bedeutet das auf der anderen Seite, eine dauerhaft hohe Nachfrage. Das Pflegeeinrichtungen auch in Zukunft stark nachgefragt werden, zeigen aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis). Laut Destatis lebten Ende 2023 in Deutschland ca. 5,7 Millionen pflegebedürftige Menschen. 2021 lag die Zahl noch bei etwa fünf Millionen, wobei der starke Anstieg vor allem auf die demografische Entwicklung und die seit einigen Jahren weiter gefasste Definition der Pflegebedürftigkeit zurückgeht. Destatis rechnet damit, dass bis Mitte 2050 die Zahl der Pflegebedürftigen auf sogar 6,8 Millionen steigen wird. Das schnelle Wachstum zeigt uns klar und deutlich, wie wichtig Pflegeimmobilien auch in Zukunft sein werden und dass man unbedingt die Pflegeinfrastruktur und Versorgungssysteme weiter ausbauen und modernisieren sollte.

 

Warum Neubauten bei Pflegeimmobilien die bessere Wahl sind

Moderne Standards, Energieeffizienz, guter Wiederverkaufswert: Neubauten haben auch bei Pflegeimmobilien klare Vorteile. Und das sollten sie auch, denn die Bewohner solcher Einrichtungen sind auf eine barrierefreie Gestaltung angewiesen und dies umfasst moderne Sicherheitskonzepte sowie eine hohe Planungssicherheit. Neubauten haben jedoch nicht nur wertvolle Vorteile für die Bewohner:innen der Einrichtung – Investoren und Betreiber profitieren von langfristigen, stabilen Einnahmen und dem geringen Reparaturaufwand.

Darüber hinaus lassen sich Neubauten flexibel an neue Pflegekonzepte anpassen, sei es die Einrichtung von Wohngruppen oder die Integration digitaler Assistenzsysteme. Altbauten stoßen hier oft an ihre Grenzen, da Nachrüstungen teuer sind und viel Zeit kosten.

 

Wie unterscheidet sich eine Pflegeimmobilie von einer klassischen Wohnung?

Wer sich für eine Pflegeimmobilie entscheidet, kauft die Pflegeeinheit meist nicht zur Selbstnutzung. Und wenn man schon smart investieren möchte, dann möglichst zukunftssicher, attraktiv und mit wenig Aufwand. Hier zeigt der Pflegeimmobilienmarkt deutlich mehr Vorteile als eine klassische Eigentumswohnung. Im Gegensatz zur Eigentumswohnung bietet ein Pflegeappartement:

 

stabile Mieteinnahmen auch bei Leerstand, stabile Renditen und langfristige Verträge

– wenig Verwaltungsaufwand und

sie werden an den Betreiber selbst vermietet und nicht an die Bewohner:innen der Pflegeappartements.

 

Außerdem werden Pflegeappartements für pflegebedürftige Bewohner:innen gebaut, während klassische Eigentumswohnungen entweder zur Selbstnutzung oder für reguläre Mieter gedacht sind.

 

Gesetzliche Grundlagen von Pflegeimmobilien

Da sie ausschließlich für Pflegebedürftige gebaut werden, wundert es nicht, dass Pflegeimmobilie strengen gesetzlichen Vorschriften unterliegen. Dies soll vor allem zum Schutz und Sicherheit der Bewohner dienen. Mit den Pflegestärkungsgesetzen PSG I-III möchte man die Pflegebedürftigkeit besser erfassen, die Versorgungsqualität verbessern und die Leistungen der Pflegeversicherung ausbauen. Betreiber müssen sich an gesetzliche Vorschriften halten, um Pflegeleistungen abrechnen zu können. Für Anleger bedeutet das auf der anderen Seite mehr Sicherheit durch stabile Einnahmen. Daraus lässt sich schließen, dass insgesamt das gesetzliche Umfeld dafür sorgt, dass Pflegeimmobilien sowohl für Bewohner:innen als auch für Kapitalanleger gut planbar sind und für mehr Sicherheit sorgen.

 

Fazit – Was sind also Pflegeimmobilien?

Pflegeimmobilien sind speziell konzipierte Wohn- und Betreuungseinrichtungen für Menschen, die im Alter oder aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen dauerhaft auf Unterstützung angewiesen sind. Gerade durch ihre barrierefreie Bauweise, die Vermietung an einen erfahrenen Betreiber und weitere zahlreiche Vorteile unterscheiden sie sich von klassischen Eigentumswohnungen. Für Anleger sind sie eine ganz besondere Immobilienform, eine Kapitalanlage, die durch langfristige Verträge, den stabilen und wachsenden Bedarf und den wenigen Aufwand immer attraktiver wird.

Kurz gesagt: Pflegeimmobilien verbinden Wohnen und Versorgung für Pflegebedürftige in einer darauf ausgerichteten, modernen Infrastruktur und stellen damit eine klar definierte, zweckgebundene Immobilienform dar.

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